Feldhamster

Der Feldhamster (lat. Cricetus cricetus)

Der Feldhamster wurde von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Tier des Jahres 2016 ernannt. Diese vom Aussterben bedrohte Art soll auf diese Weise der Öffentlichkeit wieder näher gebracht und ihr Schutz gefördert werden, damit in der Zukunft wieder häufiger frei lebende Feldhamster in Deutschland beobachtet werden können.

Hamster kaufen viele Menschen, um sie zu Hause zu halten. Die vom Aussterben bedrohten Feldhamster allerdings kann man in keinem Zooshop kaufen, sondern nur das große Glück haben, einmal einem in freier Wildbahn zu begegnen.

Das Aussehen des Feldhamsters

Feldhamster sind bildschöne Tiere. Diese Hamster zu kaufen, ist leider nicht möglich, denn sie würden sicherlich viele begeisterte Fans unter den Tierfreunden finden, die sie gern zu Hause halten würden. Hamsterfreunde müssen sich deshalb leider einen anderen Hamster kaufen, um ihn zu Hause zu verwöhnen.

Feldhamster werden ausgewachsen zwischen 20 und 34 cm groß. Hinzu kommt noch ein haarloser Schwanz, der weitere 4 bis 6 cm lang werden kann. Normalerweise werden die männlichen Tiere größer als die weiblichen, was aber nicht grundsätzlich so ist. Das Gewicht eines ausgewachsenen Feldhamsters kann zwischen 200 und 650 g betragen. Nicht alle wild lebenden Feldhamster sehen gleich aus.

Am häufigsten ist folgende Optik zu beobachten: Die Oberseite der Tiere ist gelbbraun, die Unterseite tief dunkelbraun beziehungsweise fast schwarz. Um die Augen herum und an der Schnauze sind die meisten Feldhamster rötlichbraun gefärbt. An den Wangen und Flanken befinden sich mehrere weiße Flecken. Die Pfoten sind hell und mit gut entwickelten Krallen versehen.

Es gibt neben diesen bunten Exemplaren allerdings auch sehr helle und fast schwarze Feldhamster. So schöne Hamster zu kaufen, würde sicher viele Menschen erfreuen, aber das ist leider nicht möglich.


Die natürliche Heimat der Feldhamster

Der Feldhamster entwickelte sich in den Steppenlandschaften Osteuropas. Von dort aus erweiterte er seinen Lebensraum und ist zur Zeit im Bereich zwischen Belgien bis in den Nordwesten Chinas und in der Altai Region Russlands zu finden.

Warum ist der Feldhamster vom Aussterben bedroht?

Viele Menschen, die sich einen Hamster kaufen und so beginnen, sich für diese Tiere zu interessieren, fragen sich, warum der Feldhamster vom Aussterben bedroht ist. Der Grund ist die heute betriebene Landwirtschaft, die zunehmend seinen Lebensraum zerstört.

Nur noch an wenigen Orten können Feldhamster so leben, wie sie es brauchen. Dieser Umstand ist allerdings inzwischen in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt, denn Hamsterfreunde gibt es viele. Und nicht nur die Menschen, die sich heute einen Hamster kaufen, haben ein Interesse daran, dass ihre wild lebenden Artgenossen nicht aussterben sollen.

Wie Feldhamster in der freien Natur leben

Die Tiere brauchen Löss- oder Lehmboden, um ihre Erdbauten zu errichten. In diesen Erdbauen leben die weiblichen Tiere gemeinsam mit den Jungen. Die männlichen Tiere leben einzeln in eigenen Erdbauen. Diese Höhlen können bis zu einem Meter tief werden und haben senkrechte Fallröhren, mehrere Eingänge sowie immer eine Wohnhöhle sowie eine Vorratskammer.

Der Begriff Hamstern stammt daher, dass Hamster immer Vorräte für schlechte Zeiten in dieser Vorratskammer sammeln, aber das werden alle Menschen, die sich einen Hamster kaufen, auch daher wissen, weil diese possierlichen Haustiere es natürlich auch tun. Menschen, die sich andere Hamster kaufen, sollten allerdings wissen, dass alle Hamster diese Art zu leben bevorzugen und ihnen einen schönen Ort so einrichten, dass sie sich auch wohl fühlen.

Die natürliche Nahrung des Feldhamsters

Alle Hamster fressen gern Mais und Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, Steckrüben, Klee und Wildkräuter. Sie sind aber keine reinen Vegetarier, sondern verzehren auch sehr gern ab und zu Regenwürmer, Käfer und Insekten oder manchmal sogar Feldmäuse.

Wie gesagt, kann man diese Hamster nicht kaufen, weil sie unter Naturschutz stehen und vom Aussterben bedroht sind. Wer sich einen Hamster kaufen möchte, sollte allerdings bedenken, dass auch diese Hamster keine reinen Vegetarier sind und das bei ihrer Fütterung berücksichtigen.

Wer die Möglichkeit hat, seinen Hamstern im Garten ein Freigehege anzulegen, gibt ihnen so die Chance, sich selbst mit tierischer Nahrung zu versorgen. Dabei ist wichtig zu bedenken, dass Hamster sehr tief buddeln. Das Gehege sollte zum Schutz dieser Haustiere deshalb auch nach unten hin ausbruchssicher sein.

Wie kann dem Feldhamstern geholfen werden?

Wer sich nicht nur einen eigenen Hamster kaufen und ihn verwöhnen möchte, sondern auch den wild lebenden Hamstern helfen will, kann das tun, indem er eine der Naturschutzorganisationen unterstützt, die Wildhamstern helfen, wieder mehr Lebensraum zu erhalten. Es gibt hier sogenannte Hamsterpatenschaften und mehr. Auf diese Weise werden auf landwirtschaftlichen Flächen Randstreifen erworben, die von den Bauern dann nicht mehr bearbeitet werden, wo sich wieder wild lebende Hamster ansiedeln und in Frieden leben können.

So hoffen die Betreiber des Hamsterschutzes in Deutschland zu schaffen, dass es bald wieder möglich sein wird, auch wild lebende Hamster in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. Man muss sich dann nicht mehr unbedingt einen Hamster kaufen, um diese possierlichen Tiere sehen zu können, sondern trifft sie, wenn diese Projekte funktionieren, bald wieder häufiger auch in der freien Natur an. Natürlich werden sich begeisterte Hamsterfreunde auch weiterhin einen Hamster kaufen, den man auch als Haustier halten darf.

Weitere Informationen zur Rettung finden sie hier:

 

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